Irrationales bei Irrational Games

So, es ist passiert: Irrational Games, Macher von Bioshock 1 und Bioshock Infinite wird dicht gemacht – Ken Levine, Kopf von Irrational Games, möchte in Zukunft lieber kleinere Spiele mit kleinerem Budget und kleinerem Team machen. Man spricht in den Medien von mindestens 150 Leuten, die ihre Stelle verlieren werden – um die brauch man sich allerdings keine Sorgen zu machen, mit Bioshock Infinite im Portfolio sollte es dann doch keine Probleme geben.

An einer Stelle stinkt die ganze Geschichte aber irgendwie: Warum wird ein komplettes Studio geschlossen, wenn doch nur eine Person den Laden verlassen möchte? Normalerweise würde man ja denken, der Chef verlässt den Laden und es geht mit einem neuen Führungsteam weiter – so zum Beispiel bei Infinity Wart (Call of Duty 4, etc), deren Chefs ja nachdem sie bei Infinity Ward und Activision ausgestiegen sind Respawn gegründet haben (Titanfall). Es ist auch möglich, wie man so hört, dass Take 2 der Erscheinungsrythmus der Bioshock-Spiele zu unstetig war. Take 2 hat, im Gegensatz zu anderen Publishern, keine Jahres-Franchises, die im Jahrestakt auf dem Markt einschlagen und auch das Studio von Bioshock 2 wurde zwischenzeitlich geschlossen.

Dazu kommt noch, dass die Bioshock-Spiele zwar durch die Bank von allen Kritikern gelobt wurden aber nie besonders hohe Verkaufszahlen erreicht haben – in der Branche wird gezweifelt, dass die bis zu 5 Millionen abgesetzten Exemplare genug gewesen sind. Möglicherweise wurde daher der Stecker gezogen und man versucht nun, es den Kunden anders zu verkaufen.

Ich denke, der Stoff lässt viel Raum für Verschwörungstheorien. Vielleicht kommt Bioshock jetzt jährlich – in entsprechender Qualität.